36. Wolkersdorfer Kulturtage 2017 - Abschluss

Abschluss der Wolkersdorfer Kulturtage 2017

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Das Duo AndiamoSon spielte auf zwei Saiteninstrumenten Klänge aus der lateinamerikanischen Welt. Einmal virtuos schnell, dann wieder langsam und verträumt. Doch die Klangwelten der Instrumente gepaart mit ihrem zweistimmigen Gesang nahmen auf eine wundersame Weise die fränkischen Zuhörer einfach auf die musikalische Reise mit und ließen sie träumerisch tanzen. Wolkersdorfer Kulturtage mit einem ökumenischen Abschluss beendet.

DIETERSDORF/WOLKERSDORF – „Wir wollen Ihnen eine Liebesgeschichte von der Mulatta aus Cordoba, die vor 300 Jahren lebte, musikalisch erzählen, damit sie für eine Stunde die Sorgen des Alltags vergessen!“, erklärte Bernardo Sánchez Lapuente den anwesenden Zuhörern bei der „mexikanischen Volksmusi“ anlässlich der Wolkersdorfer Kulturtage.

Mit ihren Liedern erzählte das Duo Volksgeschichten aus der Region des Golfes von Mexiko, der Heimat von Bernardo Sánchez Lapuente und zeigen ihrem Publikum dabei, wie spontan fröhlich und musikalisch „verrückt“ Mexikaner sein können. Dabei bedienen sich Eva Schorndanner aus Franken und Bernardo Sánchez Lapuente aus Mexiko immer nur zwei Instrumente. Während Eva beharrlich ihre Harfe streichelte und wunderschöne Klänge hervorzauberte, wechselte der braun gebrannte Bernardo sehr oft seine musikalischen Werkzeuge, je nach Stimmungslage des Liedes.

Am liebsten spielte er auf der Jarana, eine kleine mexikanische Gitarre aus der Region Veracruz. Doch ab und zu, wenn er dramatische Momente erzeugte, nahm er die Quiada, lateinamerikanisches Perkussionsinstrument und setzte damit extreme Kontraste zur melodischen Harfe.

Bei der Liebesgeschichte der Mulatta aus Cordoba lagen Trauer und Liebe oder Leben und Tod so nah beieinander, dass Bernardo mit dem Wechseln der Instrumente gut beschäftigt war. Musikalisch war dies für die Besucher eine ganz andere Welt. Diese Lateinamerikanische spontane Mentalität des Fröhlichseins war für den geneigten Franken exotisch aufregend. Doch die Besucher waren vom ersten Takt an dabei und konnte die Welt der ausgelassenen Stimmung eintauchen und diese auch genießen.

So wie Bernardo dies am Anfang erklärte: „Wir wollen, dass sie die Sorgen des Alltags kurz vergessen!“. Dieses musikalische Lebensgefühl des Lebens im Jetzt brachte das Duo AndiamoSon mit einer musischen Leichtigkeit herüber und konnte sogar das Publikum mit dem Lied „Coco“ bewegen, spontan mitzusingen. Schließlich ergänzen sich Franken und Mexikaner.

Den ökumenischen Ausklang der 36. Wolkersdorfer Kulturtage gestalteten musikalisch der Volkschor Schwabach, der Chor Coloured Voices aus Wolkersdorf sowie Johannes Kellenter an der Orgel. Die beiden Geistlichen Pfarrerin Renate Schindelbauer und Eduard Wolfsteiner predigten über das Leben und Wirken von Pfarrer und Pomologen Korbinian Aigner, der sich Äpfel als Kunst, Natur und Lebenselixier zur Lebensaufgabe gemacht hatte.


Heiner Weiss, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft Wolkersdorf, ließ die diesjährigen Kulturtage Revue passieren und erklärte, dass wir alle Kultur in unserem Leben sind. Mit einem Apfelsegen und einem gemeinsamen „Tratsch“ beim einem Glas Wein und fränkischen Häppchen wurden die 36. Wolkersdorfer Kulturtage beendet.

 

 

Text/Fotos: Klaus Waldmüller

 

 

 

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