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36. Wolkersdorfer Kulturtage 2017 - Mozartabend

Nachbericht zum Mozartabend der 36. Wolkersdorfer Kulturtage 2017

kt mozartabendDas gemeinsame Vorhaben der Pianistin Mariko Takazoé und der Violinistin Suyeon Kang sämtliche Mozartsonaten in einer Konzertreihe zu spielen gipfelte bei den diesjährigen Wolkersdorfer Kulturtagen zu einem musikalischen Feuerwerk und einem freudigen Ende.

WOLKERSDORF/REICHELSDORF – Samstagabend, Pfarrsaal kath. Kirche Reichelsdorf. Mariko Takazoé (Klavier) und Suyeon Kang (Violine) waren zu Gast bei den Wolkersdorfer Kulturtagen und das bereits zum sechsten Mal. Beide international bekannte Musikerinnen mit einer besonderen Beziehung zu klassischen Kompositionen aus Mozarts Feder, präsentierten ihre Mozart-Interpretationen einem musikbegeisterten Publikum.

Eröffnet wurde der Konzertabend mit Mozarts „Adagio“ KV 540 in H-Moll für Klavier. Obwohl Wolfgang Amadeus Mozart bereits eine Festanstellung am Wiener Hof hatte, plagten ihn Geldsorgen. In seiner kreativen Rastlosigkeit schrieb der junge Musiker dieses famose Werk, welches die Pianistin Takazoé mit einer gestreichelten Muse dem Flügel entlockte.

Ebenso die Klaviersonate Nr. 18 in D-Dur, KV 576, mit ihrem brillanten Charakter, die allerdings Mozarts letzte fertiggestellte Klaviersonate war. Die Interpretation stellt eine sehr hohe Anforderung an die Fingertechnik der Pianistin. Aufwühlend in Rhythmik und Harmonik sowie präzise gespielt erlebten die Zuhörer die Variationen von Mariko Takazoé.

Mit dieser Sonate ging Mariko Takazoés Vorhaben, alle Mozartsonaten in einer Konzertreihe zu spielen, in einem Grande Finale zu Ende.

Mit Frédéric Chopins Ballade Nr. 2 op. 38 in F-Dur endete der erste Teil des konzertalen Abends. Nach der Pause umgarnte mit der Sonate für Klavier und Violine Nr. 2, op. 12 Nr. 2 in A-Dur von Ludwig von Beethoven in den drei dargebotenen Sätzen viel Gefühl aus Kangs Violine die Zuhörer. War in früheren Werken die Violine nur Beiwerk des Pianos, so stellte Beethoven sie in dieser Sonate dem Piano gleich.

Ein reiz- und effektvolles Stück für zwei internationale Virtuosen war die Sonate für Klavier und Violine Nr. 1, op. 78, in G-Dur von Johannes Brahms mit ihren drei Sätzen „Vivace ma non troppo, Adagio und Allegro molto moderato“. Takazoé und Kang haben die vielfältigen Motive und melodischen Tempiläufe einander zugespielt, als wären es allesamt hauchzarte Federn oder kraftvolle Bälle. Das Publikum durfte diesem musikalischen Match staunend beiwohnen.

Das musikalische Match entschieden die grazilen Meisterinnen eindeutig für sich. Das Publikum war himmlisch angetan von den virtuosen Klängen und rang den Musikerinnen Zugaben ab, bei denen sie ihren Instrumenten nichtvorstellbare Klangvarianten abrangen. Beim anschließenden Empfang wurden die Musikerinnen vom Publikum liebevoll gefeiert.

 

Klaus Waldmüller

 

 

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