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Christophorus Kindertagesstätte Zwieseltal an den Wolkersdorfer Kulturtagen

Hochbeet als lebendes Kunstwerk zum Kartoffelfeuer

hochbeet_kita_tanzHochbeet – Kunst, Hochbeet – Natur, Hochbeet – Pädagogik, Hochbeet – Wolkersdorfer Kulturtage und Kartoffelfeuer: Wie passt das denn alles zusammen? Die Kinder der Kindertagesstätte (KiTa) zeigten bei einer Veranstaltung der Kulturtage die Zusammenhänge dieser Begriffe. Anschließend wurde gemeinsam beim Kartoffelfeuer gefeiert.

WOLKERSDORF – Kann ein Hochbeet Kunst sein? Diese Frage stellten sich viele Leser des Kulturtageprogramms, als sie die Veranstaltung „Hochbeet als lebendes Kunstwerk zum Kartoffelfeuer“ der Christophorus Kindertagesstätte Zwieseltal lasen. In der Veranstaltungsinfo stand weiter, dass die Kinder aus verschiedenen Naturmaterialien Kunstwerke hergestellt haben. Und dann kann die eingangs gestellte Frage zweifelsfrei mit „ja“ beantwortet werden.

Schwieriger wird es dann bei der Verknüpfung des Hochbeets mit der Pädagogik. Doch dazu später. Die Ausgangslage war, dass das vorhandene Hochbeet in der KiTa schon vor längerer Zeit an einem ungünstigen Platz hinter dem Haus angelegt wurde. Mit tatkräftiger Unterstützung durch den Elternbeirat unter der Leitung von Martin Lang verlagerten die Eltern das Hochbeet. Nun steht es gut sichtbar im Eingangsbereich des KiTa-Vorgartens.

Da sich im Herbst die Natur langsam auf ihren Winterschlaf vorbereitet, wollten die Kinder das Hochbeet künstlerisch gestalten. Die Überlegungen in den KiTa-Gruppen brachten erstaunliche Ergebnisse hervor. Die „Mäuse-Kinder“ bemalten Steine, die „Igel-Kinder“ haben aus Holzscheiben verschiedene Skulpturen gebastelt, die „Hasen-Kinder“ webten Gebilde in Astgabeln und die „Eichhörnchen-Kinder“ legten Buchstaben mit bunten Herbstblättern.

Mit dieser Aktion kann das Hochbeet nun ganzjährig bewirtschaftet werden. Im Herbst und Winter wird dekoriert, im Frühjahr neu angepflanzt und im Sommer geerntet. Dabei kommt den KiTa-Kindern die Kooperation mit der Wolkersdorfer Zwieseltalschule zu Gute. Die Grundschüler ziehen aus Samen Gemüse-Pflänzchen, die KiTa-Kinder kaufen diese und pflegen die Pflänzchen in ihrem Hochbeet. Ende des Sommers ist dann Erntezeit.

Und jetzt kommt die Pädagogik ins Hochbeet: Die KiTa-Kinder übernehmen Verantwortung für ihre Pflanzen und lernen dabei, wie neues entsteht, wie leckeres und gesundes Gemüse geerntet und anschließend verarbeitet wird. Eine geerntete Frucht ist beispielsweise die Kartoffel.

Mit dieser Knolle beschäftigten sich die Kinder der Wolkersdorfer KiTa bereits das ganze Jahr über. Wie schmeckt, wie riecht oder wie fühlt sich so eine Kartoffel an? Geschichten, Lieder oder Fingerspiele bringen die Kartoffel den Kindern näher. Das Kartoffelfeuer zudem ist für die Neuen das erste Fest im Kindergartenjahr, bei dem die ersten Kontakte der Kinder mit Eltern, Erzieher und Gemeindemitglieder zustande kommen. „Dies ist sehr schön, weil wir uns dabei öffnen“, erläuterte die Leiterin der KiTa Dagmar Tunkel.

Die Besucher und Eltern der Hochbeet-Veranstaltung der Wolkersdorfer Kulturtage waren über die eingangs erwähnten Verknüpfungen von Hochbeet, Kunst, Pädagogik und Kartoffelfeuer angenehm angetan und genossen zusammen bei ungezwungenen Gesprächen die selbst gekochte Kartoffelsuppe, während die Kinder ihr Stockbrot an der Feuerschale rösteten.

 

Klaus Waldmüller

 

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