Nachbericht St. Martinszug 2017

Nachbericht zum St. Martinszug der Bürgergemeinschaft 2017

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WOLKERSDORF – Ungeduldig warteten die Kinder mit ihren selbst gebastelten Laternen vor der katholischen Kirche Verklärung Christi in Wolkersdorf und zupften dabei mit der bohrenden Frage „wann es denn endlich losginge“ an den Jacken ihrer Eltern. Bei Einbruch der Dunkelheit und einer kurzen Regenpause war es dann endlich soweit. Drinnen in der Kirche erklärten Pastoralassistent Michael Jokiel von der kath. Pfarrgemeinde und Clemens Rüttinger von der Zwieseltalschule während einer ökumenischen Andacht das Leben und Wirken des Heiligen Martins.

„Der Heilige Martin hatte ein Herz für die Armen und Schwachen und half diesen wo und wann er immer nur konnte“, erklärte Jokiel, „gleichwohl er damals gegen das geltende Gesetz verstieß und deshalb von den Römer für seine christlichen Taten verfolgt wurde, entschloss er sich, diesen Menschen weiterhin zu helfen“. Während einer Aufführung zeigten Schüler der Zwieseltalschule, wie das Teilen in der heutigen Zeit als Zeichen eines modernen Martinsfestes aussehen kann.

In liebevoll geschneiderten Kostümen und selbst gebastelten römische Soldatenrüstungen standen die kleinen Akteure im Altarraum und spielten die Martinsgeschichte. Eltern, Großeltern, Onkeln und Tanten konnten so voller Stolz ihre Sprösslinge bewundern.

Der große Martinsumzug musste leider wegen schlechten Witterungsverhältnissen ausfallen. Ersatzweise gab es einen kleinen Umzug mit Lichterlaternen mit Reitern des Reiterhofs Wolkersdorf und römischen Soldaten um die katholische Kirche. Schließlich wollten die Kinder ihre selbstgebastelten Laternen durch die Nacht tragen. Dabei funkelten Augen und Laternenlicht.

Anschließend erfolgte ein kleines Treffen mit musikalischer Umrahmung des Posaunenchores Dietersdorf im Außenbereich der kath. Kirche, wo sich Kinder und Erwachsenen bei Kinderpunsch und Glühwein an den Feuerschalen aufwärmen konnten. Dort wurde auch das Martinsbrot der Spendenkooperation von Klaus Karg und Gerd Distler verteilt. Das Schenken und Teilen des Martinsbrotes erinnerte symbolisch an die wohltätigen Taten des Heiligen Martins.

Trotz Ersatzprogramms war der Martinszug für alle Beteiligte ein unvergesslicher Höhepunkt in der beginnenden Vorweihnachtszeit. Den Organisatoren Helga Kerschbaum und Dorothea Geitner mit ihrem Team von der Bürgergemeinschaft gelang es, die Geschichte und die Taten des Heiligen Martins lebendig werden zu lassen. Die Freude über dieses Erlebnis war in den Kindergesichtern noch lange zu sehen.

 

Klaus Waldmüller

 

 

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