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Theaterfahrt 2017

Theaterfahrt der Bürgergemeinschaft Wolkersdorf

gruppenbildAm 05.05.2017 ging es los. Ewas verschlafen fanden sich 48 Personen und unser ausgeschlafener Busfahrer um 6:00 Uhr zur 12. Theaterfahrt ein, die von den Familien Göbert und Karger organisiert wurde. Ziel war in diesem Jahr das Nordharzer Städtebundtheater in Halberstadt und  weitere markante Ort im Nordharz.
Wir fuhren pünktlich los und freuten uns auf den Kaffee und den gespendeten Kuchen im Bus. Aber schon auf der Autobahn, kurz vor Bayreuth, die erste Überraschung – 13 km Stau. Die Umleitung war dann auch  erwartungsgemäß ganz schön voll. Wir erreichten mit etwas Verspätung das Hotel Amadeus in Osterfeld, wo uns ein ausgiebiges Frühstücksbuffet erwartete.
Weiter ging es nach Goslar. Auf dem Parkplatz an der Kaiserpfalz warteten schon 2 Stadtführer, die uns durch die Kaiserpfalz führten, die zwischen 1040 und 1050 unter Heinrich III. errichtet wurde. Hier wurde über 200 Jahre lang auf zahlreichen Reichsver-sammlungen und Hoftagen deutsche und europäische Geschichte geschrieben. Bei dem folgenden Stadtrundgang durch die UNESCO-Weltkulturerbestadt Goslar  kam man sich teilweise ins Mittelalter versetzt vor. Wir gingen durch schmale Gassen mit schieferverkleideten Fachwerkhäusern und dem Flair der Vergangenheit. Wir sahen den Marktplatz mit dem Rathaus und der Kaiserworth und das Glockenspiel und vieles mehr.
Um 16:00 Uhr ging es weiter nach Halberstadt zum Seminar- und Tagungs-hotel Spiegelsberge, in dem wir die nächsten 3 Nächte übernachteten.
Am folgenden Tag ging es schon um 8:30 Uhr los – nach Wernigerode. Aber vor der Abfahrt haben wir erst einmal unserem Siegfried (Fritz) Karger ein Geburtstagsständchen gesungen und ihm ganz herzlich zum Geburtstag gratuliert.
2 Stunden Stadtführung in Wernigerode folgten dann. Über 800 schöne alte Fachwerkhäuser, das schiefe Haus, das Krummelsche Haus, die Krellsche Schmiede  und das bekannte historische Rathaus haben wir gesehen.
Beeindruckend sind die Häuser in der Breiten Straße, die nach der Wende wunderbar restauriert wurden. Man hätte länger in dieser schönen Stadt verweilen können.
Um 12:30 Uhr ging es nach Drei Annen Hohne, wo wir dann um 13:39 Uhr mit der Harzer Schmalspurbahn auf den Brocken (1142 m) gefahren sind. Der Wettergott war uns nicht wohlgesonnen – Nebel! Aber das ist an ca. 300 Tagen im Jahr so. Man hätte ja auch Glück haben können. Einige Hartgesottene haben dann aber doch den höchsten Punkt des Brockens an der Brockenuhr, die Teufelskanzel, Hexenaltar und Brockengarten gefunden.
Andere waren im Brockenmuseum oder in der Gaststätte. Am Bus wieder ange-kommen, gab es einen Geburtstagssekt, denn der Fritz hatte ja immer noch Geburtstag.
Zurück zum Hotel und zum gemeinsamen Abendessen. Danach hatten wir eine sehr kurzweilige Unterhaltung durch Carsten Kiehne, einem Kenner der Harzer Sagenwelt. Viele Sagen und Geschichten aus dem Nordharz erzählte er uns sehr interessant und lebhaft.
Am Sonntag gingen oder fuhren wir zum am Hotel angrenzenden Landschaftspark Spiegelsberge und hatten dort eine Führung „Rund um das Jagdschloss“ mit einer Besichtigung des Weinfasses. Einem riesigen Weinfass mit ca. 144.000 l Inhalt, jedoch nie ganz gefüllt – wie auch, in einer Bierregion. Eine kleine Weinverköstigung gab es aber trotzdem (aus der Flasche) dann zum Abschluss.
Kurze Zwischenmalzeit im Hotel und dann ging es nach Halberstadt zur Domführung. Wir hatten wieder sehr kompetente Führerinnen, die uns zuerst durch den Dom führten und dann den Domschatz zeigten. Der Dom entstand zwischen 1236 und 1486 nach dem Vorbild französischer Kathedralen. Die Fenster enthalten 290 mittelalterliche Glasmalereien. Das bedeu-tendste Ausstattungsstück ist die monumen-tale Triumphkreuzigungsgruppe. Mit mehr als 650 Objekten ist der Domschatz einer der umfangreichsten Kirchenschätze welt-weit.
Nun aber zum Theater. Im Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt sahen und  hörten  wir die Aufführung der komischen Oper „Der Barbier von Sevilla“ von Gioacchino Rossini. Eine lockere, lustige, moderne Inszenierung, die allen sehr gut gefallen hat. Etwas Besonderes hatte sich dann später noch herausgestellt – der „Barbier“ war ein Schwabacher.
Letzter Tag, Montag 08.05.2017 Abfahrt um 9:30 Uhr nach Quedlinburg um dort „Auf königlichen Wegen“ die Stadt mit einem Führer zu erkunden. Quedlinburg wurde im Mittelalter von Frauen regiert. Die Äbtissinnen des 936 gegründeten Stifts bestimmten die Geschicke der Stadt.  Männer hatten hier nicht viel zu sagen. Seit 1994 gehören Altstadt und Stiftskirche zum Weltkulturerbe. Mehr als 1200 denkmalgeschützte Fachwerkhäuser stammen aus der Zeit zwischen 1650 und 1700. Auch hier wurde schon vor und verstärkt nach der Wende sehr viel in den Erhalt der malerischen Bauwerke investiert.
Die interessante Führung, mit ganz vielen Erklärungen führte uns dann durch die Gassen zum Markt mit dem dominierendem Rathaus und seinem prächtigem Renaissanceportal und dem davorstehen-dem Roland.
Eine gute Stunde zur freien Verfügung wurde dann von einigen genutzt um zur Stiftskirche St. Servatii aufzusteigen. Leider waren die Kirche und das Museum geschlossen.
Um 14:00 Uhr ging es dann wieder heimwärts mit einem Zwischenstopp im Rasthof Himmelkron. Im Bus fand dann Johannes Kellenter die richtigen Worte um, im Namen aller Mitreisenden, Renate und Jürgen Göbert und Ursel und Fritz Karger für die Arbeit zu danken, die sie mit der Planung und Ausrichtung der schönen,  gelungenen, harmonischen Theaterfahrt auf sich genommen haben.
Schön war´s – vielen Dank dafür.

 

Text/Fotos: Jürgen Hohenstein

 

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